
Die Basilika St. Mauritius in Niederalteich
Gotische Kirche, barocker Innenraum und zwei Türme von rund 72 Metern, direkt am Kirchplatz.
Stand November 2026

In der Abtei Niederaltaich feiern die Mönche ihre Gottesdienste in zwei Traditionen, nach dem römischen und nach dem byzantinischen Ritus. Wer am Sonntag in Niederalteich zum Gottesdienst geht, kann deshalb zwischen der Basilika und der byzantinischen Nikolauskirche wählen. Alle Zeiten hier sind die der Abtei, Stand November 2026.
Auf einen Blick
BasilikaPfarramt jeden Sonntag um 9 Uhr
NikolauskircheGöttliche Liturgie um 9.30 Uhr, sicher am 2. und 4. Sonntag
Vespersonntags 17.20 Uhr byzantinisch, 17.30 Uhr römisch
SpracheDeutsch, auch im byzantinischen Ritus
Altarfest6. Dezember, Hl. Nikolaus von Myra
Die meisten Mönche leben im römischen Ritus, so wie die katholische Kirche üblicherweise Gottesdienst feiert. Ein Teil des Konvents feiert seit dem Zweiten Weltkrieg nach byzantinischem Ritus, in der Tradition der Ostkirche. Die Abtei möchte damit zur Verständigung zwischen den Christen in Ost und West beitragen.
Den Anstoß gab laut Abtei Papst Pius XI. Er hatte 1924 den Wunsch geäußert, Benediktiner mögen den byzantinischen Ritus annehmen und so eine geistliche Brücke zum Osten bauen. 1955 bekamen die byzantinischen Gottesdienste eine erste kleine Kapelle, 1986 die heutige Kirche. Zweiter Patron der Abtei neben dem heiligen Mauritius ist der heilige Nikolaus von Myra.
In der Basilika St. Mauritius feiert die Pfarrei jeden Sonntag um 9 Uhr das Pfarramt. Am ersten Sonntag im Monat folgt um 10.30 Uhr ein Choralamt, außer in der Sommerpause. Dazu singt der Chor Officium N mehrstimmige Messgesänge aus der Renaissance.
Außerdem halten die Mönche sonntags ihr Stundengebet im römischen Ritus, laut Abtei zu diesen Zeiten.
Die Vesper singen die Mönche auf Latein, die Komplet an gewöhnlichen Tagen auf Deutsch. Ob sie dafür in der Basilika oder in der schlichten Hauskapelle zusammenkommen, hängt laut Abtei von Tages- und Jahreszeit ab.
Die byzantinischen Gottesdienste feiern die Mönche in der Nikolauskirche am Mauritiushof. Sonntags gelten diese Zeiten.
Die Göttliche Liturgie ist die Eucharistie, im Westen sagt man Messe. Am 2. und 4. Sonntag im Monat singt dabei der Gemischte Chor der byzantinischen Kirche. Am 1., 3. und 5. Sonntag kann sie nur gefeiert werden, wenn die byzantinischen Priestermönche nicht in der Pfarrseelsorge gebraucht werden. Wer sichergehen will, plant den 2. oder 4. Sonntag ein oder schaut vorher in den Monatsplan der Abtei.
Gefeiert wird auf Deutsch. So wollen die Mönche Christen aus den westlichen Kirchen die Überlieferung der Ostkirche zugänglich machen, schreibt die Abtei zum byzantinischen Ritus. Den Großteil der Texte haben sie dafür in langjähriger Arbeit neu aus dem Griechischen und dem Kirchenslawischen übersetzt und zum Singen eingerichtet. Die Musik beruht auf dem russischen Choral, einstimmig wie mehrstimmig.
Auch der Raum folgt der Ostkirche. Zwischen Kirchenschiff und Altarraum steht die Ikonostase, eine Bilderwand, die nach fester Ordnung mit vielen Ikonen geschmückt ist. Die Kirche liegt in der ehemaligen Klosterbrauerei, einem Bau aus dem 17. Jahrhundert mit barockem Gewölbe. Sie wurde 1986 eingeweiht, weil die alte Kapelle für die vielen Besucher zu klein geworden war. Es gibt eine Große und eine Kleine Nikolauskirche.
Die Vorhalle ist laut Abtei tagsüber für Besucher offen. Den ganzen Raum zeigt eine Kirchenführung, die man vorher anmelden muss. Wie das geht, steht im Beitrag zur Basilika.
Werktags ist der erste Gottesdienst um 6 Uhr, im römischen Ritus die Morgenhore mit Eucharistie, im byzantinischen die Matutin oder die Göttliche Liturgie. Samstags beginnen Morgenhore und Göttliche Liturgie um 6.30 Uhr. Um 12 Uhr beten die Mönche des römischen Ritus die Mittagshore.
Am Abend folgen die Vesper um 17.20 Uhr byzantinisch und um 17.40 Uhr römisch, um 19.30 Uhr dann die Komplet. Freitagabends feiern die byzantinischen Mönche um diese Zeit die Pannychida, einen Gottesdienst für Verstorbene und ihre Hinterbliebenen.
Am 6. Dezember feiert die byzantinische Kirche ihr Altarfest, das Fest des heiligen Nikolaus von Myra. Die Abtei nennt ihn einen Heiligen, der in Ost und West gleichermaßen verehrt wird und die Konfessionen verbindet. 2026 fällt der Tag auf einen Sonntag.
Die Vigil beginnt am Samstag, 5. Dezember, um 19.30 Uhr, die Göttliche Liturgie am Sonntag um 9.30 Uhr. Das Café am Kirchplatz neben der Basilika öffnet sonntags um 10 Uhr.
Weihnachten feiern die Mönche im byzantinischen Ritus mit einer Vigil am Abend des 24. Dezember um 20 Uhr und der Göttlichen Liturgie am 25. Dezember um 9.30 Uhr. Für den Abend des 25. Dezember 2026 kündigt der Veranstaltungskalender der Abtei Musik zum Weihnachtsfest in der Basilika an, 19.30 bis 21.30 Uhr.
Wer die Feiertage im Kloster verbringen möchte, kann bei der Abtei die Feier des Weihnachtsfestes buchen, mit den Gottesdiensten beider Riten und gemeinsamen Mahlzeiten mit anderen Gästen. An Heiligabend selbst ist keine Anreise möglich. Für die Kar- und Ostertage gilt in beiden Riten eine eigene Ordnung, die Abtei veröffentlicht sie einige Wochen vorher.
Nach dem Gottesdienst sind es nur ein paar Schritte über den Kirchplatz ins Café, sonntags ab 10 Uhr.
Geöffnet
Mittwoch, Freitag und Samstag 14 bis 20 Uhr
Donnerstag 14 bis 18 Uhr
Sonntag 10 bis 20 Uhr
Montag und Dienstag Ruhetag
Direkt neben der Basilika, bezahlt wird nur in bar.

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